WASSER.WISSEN - Station 6

Förmitztalsperre

Als Maßnahme zum Gewässerschutz, vorwiegend um den Niedrigwasserhaushalt der Sächsischen Saale auszugleichen, wurde 1978 die Förmitztalsperre in Betrieb genommen. Die Quellfassung der Förmitz liegt bei Sparneck unterhalb des kleinen Waldstein. Jährlich gibt die Talsperre aus ihrem Gesamtstauraum von rund 11 Mio. Kubikmetern ungefähr 4 Mio. Kubikmeter Wasser ab, das aus Niederschlägen und den Abflüssen von Förmitz und Lamitz gespeichert wird. Der Referenzpegel zur Feststellung des aktuellen Saale-Wasserstandes befindet sich in Hof oberhalb der Brücke Lessingstraße/Schleizer Straße und zeigt an, ob der Gewässerabfluss von einem Kubikmeter pro Sekunde gewährleistet ist oder vom Förmitzspeicher nachreguliert werden muss. Länge und Breite des Stausees betragen jeweils etwa 1,2 Kilometer. Der Hauptdamm ist 800 Meter lang und rund 33 Meter hoch. Seit 1991 erzeugt hier zudem ein Wasserkraftwerk mit einer Durchströmturbine durchschnittlich 570.000 Kilowattstunden im Jahr.

Die Förmitztalsperre lockt mit Freizeitmöglichkeiten wie Baden, Segeln, Tauchen, Surfen und Angeln. Ein gut ausgebauter 6 Kilometer langer Weg führt Spaziergänger rund um ihr Wasser. Darüber hinaus hat sich die Talsperre zu einem willkommenen Rastplatz für durchziehende Wasservögel entwickelt.

Bauherr und Eigentümer der Förmitztalsperre ist der Freistaat Bayern. Das Wasserwirtschaftsamt Hof ist für den Betrieb und die Unterhaltung des Speichers zuständig.

Das eingenordete Luftbild mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. Die Förmitz wird im linken, unteren Bildrand vorgestaut.

 
 
 
 
 
 
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