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Der hydraulische Widder

Die Versorgung des Waldsteinhauses mit Wasser stellte die Menschen seit seiner Erbauung in der Mitte des 19. Jahrhunderts vor große Probleme. Anfangs transportierte man es mit Eimern von den Sammelstellen zur Wirtschaft. Später wurde die Förderung durch eine ausgeklügelte Pumptechnik übernommen:

Ein genial erdachtes System, das keinen Strom benötigt, aber ausreichendes Gefälle. Angesammeltes, gestautes und durch eine Triebleitung herabfließendes Wasser hat so zunehmend die notwendige Wucht, um ein Druckventil zu schließen. So stoppt schlagartig der Wasserzustrom, nutzt die dadurch generierte Kraft und schießt durch eine Steigleitung in einen niveauhöheren Behälter (siehe Skizze). Das damals geförderte Wasser wurde anfangs in einem hausinternen Tank und später in einem Brunnenschacht vor dem Waldsteinhaus aufbewahrt.

Fernab der Elektrizität bediente man sich ab 1955 im Waldsteinhaus dieser stromunabhängigen Möglichkeit, der des hydraulischen Widders. Er ist heute einer der letzten funktionsfähigen Widder in Hochfranken.Die Namensgebung ist auf das charakteristische Schlagen des immer wieder blockierenden Ventils zurückzuführen. Es erinnert an das Aneinanderrammen zweier behörnter Widderköpfe.

 
 
  • W = Widderschacht
  • B = Hochbehälter
  • H = Gefälle
  • h = Förderhöhe
  • Q = Quellsammler
  • T = Triebschacht
  • St = Steigleitung
  • Tr = Triebleitung
 
 
 
 
 
 
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