WASSER.WISSEN - Station 18

Grünes-Band-Brücke

1.400 Kilometer entlang der ehemaligen Innerdeutschen Grenze, von der Ostsee bis zum Landkreis Hof, verläuft das Grüne Band Deutschland. Ein Naturschutzgebiet, das seine Existenz dem von Menschen errichteten einstigen Grenzstreifen verdankt. 

Die Sächsische Saale war zwischen den Orten Pottiga und Berg ehemals durch eine Furt zu überwinden und später über einen Mühlensteg, der dann durch eine Brücke ersetzt wurde. Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges wurde sie während des Rückzugs der deutschen Soldaten aus militärischen Gründen gesprengt.

Der gemeindeübergreifenden Initiative von Berg und Pottiga ist der heutige neue Saaleübergang zu verdanken: Die Grünes-Band-Brücke ist eine verzinkte Ganzstahl-Konstruktion, die ihre grüne Farbe in Anlehnung an das Grüne Band erhielt. Am 8. November 2009, also zwanzig Jahre nach Grenzöffnung, wurde die Brücke eingeweiht, die eine der letzten wieder herzustellenden Saaleübergänge war. Sie verbindet nun wieder, was die Saale mehr als 60 Jahre voneinander trennte und ist für den Besucher Anlauf- und Kreuzübergang zum Grünen Band.

„Diese Brücke ist ein Stück wiederhergestellte Normalität und auch eine materielle Wiedergutmachung am ehemaligen Grenzgebiet und seinen Bewohnern. Sie ist die endgültige Beseitigung einer Altlast und nachträglicher Beitrag zur Wiedervereinigung“ (Altbürgermeister Gunther Rossmann während der Einweihungsfeierlichkeiten 2009).

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Installation der Brücke im April 2008

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2008 - Durchschneiden des Bandes zur "Grünes-Band-Brücke"

 
 
 
 
 
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