WASSER.WISSEN - Station 3

Das Zeller Freibad

Zehn Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges begann die Zeller Gemeinde mit der Planung einer eigenen öffentlichen Badeaußenanlage, die aus dem ehemaligen Fischteich, dem „Webersteich“, entstehen sollte. Eine enorme körperliche Leistung für die Arbeiter, denn der „Webersteich“ hatte zwar annähernd die ausreichende Breite, nicht aber die benötigte Tiefe. Für den Aushub nutzten die Männer Pickel und Schaufel und für die Erdbewegungen Feldbahn-Loren auf Gleissträngen, denn anderes Gerät stand noch nicht zur Verfügung. Das bedeutete ein Jahr Arbeitszeit bis zur Fertigstellung des Freibades. Auf die nun jahrelange Beanspruchung folgte ein langsamer Verfall, sodass Ende der 1960er Jahre über eine Sanierung nachgedacht wurde, deren Planung günstige Staatszuschüsse auch möglich machten. 1970 wurden daher Abwasserkanäle und Zuleitungen gelegt und die Umfassungsmauern, die ehemals aus Granitmauerwerk bestanden, durch Eisenbeton ersetzt. Außerdem erhielt der Beckenboden eine mit Folie ausgekleidete Betondecke und es wurde in eine Wasserbeheizungsanlage investiert. Im Juni 1973, nach dreijähriger Bauzeit, öffnete das Bad neu im Rahmen einer festlichen Schwimmsportveranstaltung.

Das Zeller Freibad war in schönen Sommern und an heißen Tagen Treffpunkt von Familien und Jugend. Viele haben hier das Schwimmen erlernt.

 
 
 
 
 
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