WASSER.WISSEN - Station 9

Gewässersanierung Quellitzsee

Befinden sich zu viele Nährstoffe (überwiegend Phosphor und Stickstoff) in einem See, gerät dieses Ökosystem durcheinander. Zu viele Nährstoffe und Licht regen das Algenwachstum im Sommer an. Sterben die Algen ab, werden sie mikrobiell abgebaut. Dadurch wird dem Gewässer Sauerstoff entzogen. Fehlt dieser Sauerstoff Fischen, Krebsen und Wasserinsekten sterben sie. Das Gewässer kippt um. 

Deswegen wurden Maßnahmen ergriffen, die Nährstoffe im Quellitzsee zu verringern. Dies beginnt mit einer konsequenten Düngeregelung entlang des Quellitzbachs. Zusätzlich wurden aus technischer Sicht Xylit-Walzen im Zulauf eingebaut, die Nährstoffe zurückhalten sollen. Der Zulauf wurde so umgestaltet, dass das Wasser turbulenter fließt und somit mehr Sauerstoff ins Gewässer eingetragen wird. Die Nährstoffe, die in den abgestorbenen Algen gebunden sind, sinken zu Boden und bilden eine organische Schlammschicht. Durch eine biotechnologische Lösung wurde der Schlamm mit einem Abbaumittel geimpft. Dadurch sollen Phosphorverbindungen in ein wasserunlösliches Mineral (Apatit) überführt werden. Nährstoffe werden auch über die Uferbegleitvegetation wie etwa Schilf aufgenommen, welches zurückgeschnitten wird. Alle diese Maßnahmen haben zum Ziel, die Wasserqualität zu verbessern und die Sichttiefe zu erhöhen. 

Die Gemeinde Döhlau entwickelte im Rahmen eines LEADER-Projektes die Neuausrichtung und Aufwertung von Naherholung und Infrastruktur rund um den Quellitzsee.

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